Solarblitz: Befestigung von Modulen
Dachhaken, Befestigungsschienen, Modulklemmen ...
Wir empfehlen und verwenden vorwiegend Einlegesysteme von z.B. Tritec, Creotecc und Schletter. Bei diesen Montagearten sind die Module spannungsfrei verlegt und halten dadurch länger. Zudem sehen die Photovoltaikanlagen besser aus, da keine Schlitze zwischen den Modulen sichtbar sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass Schnee und Wasser besser und fast ausschlieslich über die Module abruchtschen / fliessen. Die Dächer sind unter solchen Anlagen besser geschützt!
Z.B.:
Creotecc 2011.08_AluTec.pdf
Creotecc 2011.09 CREOFLEX_Prospekt_D_kl.pdf
Creotecc 2011.09 CREOFLEX_Montageanleitung.pdf
Module:
- Man sieht immer mal wieder Bilder, auf denen Instalateure auf den Modulen stehen. Dies ist unseres Wissens nicht zulässsig und führt zu Garantieverlusst! Zu starke Belastungen können zu Mikrorisse in den Zellen führen, die man nicht gleich sieht, die aber auf Dauer - oder gar sofort - zu Schäden führen.
- Dachhaken / Stockschrauben sich der wesentlichste und wichtigste Teil der Befestigung. Die sollen die Solaranlage mit der Dachkonstruktion dauerhaft verbinden und müssen alle Kräfte in die Dachkonstruktion einleiten. Auch in extremen Situationen, wie Sturm oder grosser Schneelast. Weiter müssen sie richtig ausgelegt und montiert sein, so dass die Dachhaut dicht bleibt. Die Vorschriften und Anleitungen der Hersteller sind zu beachten, damit die Befestigung die Normen erfüllen, die Hersteller im Garantiefall Ersatz leisten und Versicherungen in einem Schadenfall bezahlen.
- Dachhaken müssen durch die Verschraubung die Kräfte in die Sparren einleiten. Die Konterlattung oder gar nur die Dachlattung ist bei Aufdachanlagen nicht ausreichend, weil die Windkräfte zu gross sind! Bei Inndachanlagen ist das anders, bitte wenden Sie sich an die Hersteller.
- Besteht kein durchgehender fester Übergang von den Sparren zum Auflagepunkt der Haken, müssen teilweise spezielle Abstandshülsen verwendet werden. (z.B. bei Isolierungen)
- Müssen die Dachhaken höher montiert werden, sollten entweder verstellbare Typen verwendet werden oder spezielle Unterlegplatten. Das Material der solcher Distanzplättchen muss dauerhaft sein. Keinesfalls Materialien, die weniger dauerhaft sind als Holz! Die Anlage soll 20 oder mehr Jahre sicher auf dem Dach bleiben...
- Die Durchführung der Dachhaken zwischen den Ziegeln muss zwischen Ziegel und Haken zum unteren und oberen Ziegel einen Luftspalt von 3-5mm lassen. Liegt der Haken auf dem unteren Ziegel auf, wird dieser bei höherer Belastung oft schon durch die montierte Anlage reissen. Ebenso der Obere.
- Ziegel vorsichtig am besten mit einem Diamantblatt aussparen. Bei Betonziegeln ist nur ein Diamantblatt möglich.
- Die Modulhersteller geben die maximalen Abstände der Haken vor. Im Zweifelsfall (erhöte Wind / Schneelast) lieber auf jedem Sparren einen Haken, als zu grosse Spannweiten...
- An den Dachrändern sind besondere Vorschriften zur Befestigung zu beachten. Hier sind mehr Dachhaken notwendig und die maximalen Überstände unbedingt ein zu halten.
- Die Modulhersteller geben den Ort der Befestigung der Module mittels Mudulklemmender an den Schienen vor: Klemmen etwa 1/4 vom unteren und oberen Rand entfernt.
- Die Befestigungsschienen dürfen sich natürlich nicht stark bewegen, da diese Bewegung sonst zu Verwindungen der Module mit nachfolgenden Schäden führen kann.
- Bei der Verwendung von Einlegeschienen ist die Freigabe bei Hochklantmontage der Module durch den Hersteller notwendig. Wir halten diese Schienen für besser, weil die Modulfläche fast ohne Spalten schöner und dichter ist. Zudem sind die Module weitgehend spannungsfrei.
Modulklemmen:
- Die Module unterliegen einer Temperaturausdehnung. Aus diesem Grund sollten die Module mit etwas Abstand montiert werden und keinesfalls auf Stoss. Vor allem nach Montage im Winter werden sonst später bei höheren Temperaturen unzulässige Spannungen auftreten.
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